Linktipps vom 23.09.2012

Und wieder mal habe ich so viele Artikel gesammelt, dass ich sie nur als Linktipps halbwegs unkommentiert posten kann.

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Was bedeuten die Zahlen zu gesunkenen Anwaltskosten des Amerikanischen Musikverbandes RIAA?

Der heise Newsticker meldete vor kurzem „RIAA muss sparen„. Die Mitgliedsbeiträge seien stark reduziert worden. Bei den daraus folgenden Ausgabenkürzungen wird u.a. folgendes erwähnt:

Der größte Sparmaßnahme der RIAA war die Einstellung der Massenklagen gegen vermutete Urheberrechtsverletzer. Flossen 2008-2009 noch 16,5 Millionen Dollar an Anwälte und Gerichte, waren es 2010-2011 vergleichsweise bescheidene 2,4 Millionen. […] Die Erlöse aus Schadenersatz- und Strafschadenersatzzahlungen gingen geringfügig von 391.000 auf 344.000 Dollar zurück.

Die Erlöse gehen also nur um ca. 12% zurück, während der „Einsatz“ um 85% zurückgegangen ist? Gut, Anwalts- und Gerichtskosten umfassen nicht nur die Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen, aber irgendwie verstehe ich nicht so recht, was die Zahlen bedeuten.

  • Haben die Anwälte vorher Mondsummen verlangt?
  • Ist die Verfolgung so viel einfacher und kostengünstiger geworden?
  • Wurden lukrativere „Zielgruppen“ ausgemacht?
  • Hängen die Zahlen weniger stark zusammen, als es im Artikel aussieht?

Da würden mich die Zusammenhänge wirklich mal interessieren.

Zu der Situation in Deutschland gibt es ab und an etwas in der c’t, z.B. in dem Artikel „Die Abmahn-Industrie“ (kostenloses PDF) von 2010. Dort gibt es eine Überschlagsrechnung zu Abmahnkosten von nur einem Gerichtsbeschluss, die sich auf 5,5 Millionen Euro belaufen könnten. Ein halbes Jahr später folgte mit „Schwierige Gegenwehr“ ein weiterer Artikel zum Thema. Hier ging es hauptsächlich darum, wie fehlerträchtig die Auskunftsersuchen der Abmahn-Industrie oft sind.

Lässt sich davon irgendetwas auf die Meldung vom Anfang des Postings übertragen?