Ist es das wert?

Heute habe ich den Artikel „Haiders politische Erben vor Gericht“ aus der TAZ von letztem Freitag gelesen.

 Ein Beratungshonorar von 6 Millionen Euro bringt Kärntens politische Elite ins Schleudern. Und das, weil der Empfänger Gewissensbisse bekam. Dietrich Birnbacher habe „alles Revue passieren lassen“ und am Mittwoch ein Teilgeständnis abgelegt. Der 71-jährige Villacher Steuerberater steht vor dem Landesgericht Klagenfurt, wo aufgeklärt werden soll, warum ein Gutachten von 44 Sätzen so fürstlich bezahlt wurde.

[Quelle: http://www.taz.de/Kungelei-in-Oesterreich/!97191/]

Ich frage mich ganz ernsthaft, womit jemand rechtfertigt, so viel Geld für so wenig Text zu verlangen bzw. zu bezahlen. Im Folge-Absatz wird dann noch einer draufgelegt: „Ursprünglich wurde Birnbacher sogar das Doppelte angeboten.“

Das erinnert mich schwer an die Zeit Mitte der Nuller Jahre dieses Jahrhunderts, als alle naslang irgendwelche Studien erschienen, ob denn nun Windows oder Linux das sicherere System sei. Damals habe ich mich auch schon gefragt, was wohl solche Studien wie „Studie bescheinigt Windows bessere Sicherheit als Linux“ gekostet haben. So oder so, zwei Systeme anhand nur einer Größe (mittlere Zeit zwischen Bekanntwerden und Schließen einer Lücke) zu untersuchen, kam mir recht mickrig vor. Jeder Diplomand in der Experimentalphysik leistet da m.E. mehr. Von daher will ich wahrscheinlich gar nicht wissen, wie „fürstlich“ sowas entlohnt wurde …

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Erster Monat ohne Eintrag

Nun ist es leider passiert: zu viel zu tun und daher im Juni keinen neuen Eintrag geschrieben, nicht mal Linktipps … Ich gelobe Besserung 😉